Google Ads für E-Commerce: 8 Tipps für erfolgreiche Shopping Ads

Hier findest du Tipps, wie du deine Shopping Anzeigen in Google Ads verbessern und auf ein neues Level bringen kannst.

von 26.04.2024Google Ads

#1 Was sind Shopping Ads & in welchen Kampagnen finde ich sie?

Google Shopping Ads sind Anzeigen, die gezielt ein Produkt bewerben und in den Google-Suchergebnissen in der Regel über oder neben den organischen Suchanzeigen aufzufinden sind.

Dabei ist in der Anzeige das Bild, der Preis und noch weitere Informationen direkt sichtbar. Die optisch ansprechenden Anzeigen ziehen die Aufmerksamkeit potenzieller Kunden auf sich und sind laut unserer Erfahrung ein beliebtes Mittel, um Produkte gezielt zu bewerben.

Im Gegensatz zu herkömmlichen Anzeigen werden Google Shopping Ads nicht durch Keywords gesteuert, sondern durch Produktdaten, die über das Google Merchant Center an Google Ads bereitgestellt werden.

In welchen Kampagnen werden Shopping Ads geschaltet?

Diese Shoppinganzeigen können sowohl in den Shopping-Kampagnen, als auch in den Performance Max-Kampagnen geschaltet werden. Wobei Performance Max mehrere Kampagnentypen vereinen und Anzeigen automatisiert schalten, während die Shopping-Kampagnen sich alleine auf die Shopping Ads fokussieren.

Beachte unsere Tipps, um erfolgreiche Shopping Ads zu schalten und um aus der Masse hervorzustechen.

Kampagnenübersicht in Google Ads

Kampagnenübersicht in Google Ads

#2 Produktfeed pflegen

Wenn es um die Gestaltung erfolgreicher Google Shopping-Anzeigen geht, dann steht und fällt alles mit der Pflege des eigenen Produktfeeds. Der Produktfeed enthält alle Produktdaten und ist damit das Herzstück deiner Shopping-Kampagne. Denn dadurch wird direkt beeinfluss, bei welchem Suchbegriff die Anzeigen gezeigt werden. 

Der Produktfeed ist eine strukturierte Liste, die alle relevanten Informationen zu deinen Produkten enthält. Dazu gehören Produktname, Beschreibung, Preis, Verfügbarkeit, Bild-URL und weitere spezifische Details. Dieser Feed wird dann im Google Merchant Center hochgeladen, von wo aus die Daten in deine Google Shopping Ads einfließen.

Achte beim Hochladen deines Produktfeeds darauf, dass er die Struktur aufweist, die Google vorgibt. Außerdem sollten die Informationen regelmäßig aktualisiert werden, so dass z.B. stets die richtigen Preise angegeben werden oder Artikel, die aktuell nicht verfügbar sind, gar nicht erst beworben werden.

Über den Produktfeed können zusätzlich Custom Labels vergeben und Produkte dadurch genauer kategorisiert werden. Diese Labels sind besonders nützlich, um die Organisation und Optimierung von Shopping-Kampagnen zu verbessern.

#3 Kampagnen sinnvoll strukturieren

Die Struktur spielt eine wesentliche Rolle für den Erfolg von Shopping Ads. Es gibt keine universelle Gliederung, die jederzeit einfach kopiert werden kann. Vielmehr hängt die optimale Kampagnenstruktur von den jeweiligen Zielen und Anforderungen des Unternehmens ab.

Struktur nach Marge

Eine Kampagnenstruktur, die auf Marge basiert, fokussiert sich auf die Rentabilität der Produkte. Hierbei werden Produkte mit höheren Margen in separaten Kampagnen oder Anzeigengruppen platziert. Dies ermöglicht eine gezielte Optimierung der Gebote für profitablere Artikel.

Struktur nach Suchbegriffen

Die Strukturierung nach Suchbegriffen zielt darauf ab, verschiedene Suchanfragen zu isolieren und spezifische Gebote dafür festzulegen. Durch diese Struktur können Händler effektiver auf unterschiedliche Suchintentionen reagieren. So kann man beispielsweise eine Kampagne für generische Suchbegriffe, eine Kampagne für produktspezifische Begriffe und eine Kampagne für Brand-Traffic erstellen.

Struktur nach Kategorien & Co

Eine weitere Möglichkeit wäre, die Produkte nach Kategorien aufzuteilen und pro Kategorie eine eigene Kampagne zu erstellen. Eventuell fallen dir auch noch weitere Möglichkeiten zum Strukturieren ein, denn letztendlich kennst du dein Produktportfolio am Besten. Daher setze dich mit deinem Produktfeed auseinander und überlege, welche Struktur am Meisten Sinn macht.

#4 Titel optimieren

Der Titel der Shopping Anzeigen ist mit dem Bild und dem Preis das erste, was potenzielle Kunden sehen, wenn sie in Google nach Produkten suchen. Ein optimierter Titel kann den entscheidenden Unterschied machen, wenn es darum geht, Aufmerksamkeit zu erregen und Klicks zu gewinnen.

Der Titel der Anzeige sollte relevant und prägnant sein. Klare Produktbezeichnungen und Keywords die auf das jeweilige Produkt zutreffen, sind unverzichtbar. Die maximale Länge der Titel sollte beachtet werden. Dieser entspricht einer maximalen Länge von 150 Zeichen. Je nach Bildschirmgröße werden davon meistens nur 70 Zeichen oder weniger sichtbar sein. Daher ist zu beachten, dass die wichtigsten Wörter im Titel nach vorne gesetzt werden. Sinnvoll ist es trotzdem, die 150 Zeichen zu füllen, da hier Keywords hinzugefügt werden können, die das Produkt definieren und damit Google unterstützen, das Produkt bei einer relevanten Suche anzuzeigen.

Beachte, dass der Titel im Default deutlich gekürzt wird und bei einem Mouseover mehr Zeichen sichtbar sind. Dementsprechend ist es auch sinnvoll, seinen Titel so zu gestalten, dass trotz gekürztem Titel möglichst viele und besonders wichtige Informationen an den Kunden übermittelt werden können.

Produkttitel in Shopping Ads

Produkttitel in Shopping Ads

#5 Produktbewertungen hinzufügen

Google ermöglicht es, Produktbewertungen direkt in die Anzeigen einzubinden. Eine hohe Sternebewertung steigert das Vertrauen von potenziellen Kunden und kann dadurch die Klickwahrscheinlichkeit erheblich steigern. Die Integration von Bewertungen in Google wird durch zahlreiche Bewertungsmanagement-Tools vereinfacht, die eine unkomplizierte Einbindung ermöglichen.

Produktbewertungen in Shopping Ads

Produktbewertungen in Shopping Ads

#6 Keyword Sculpting

Ähnlich wie bei Search-Kampagnen ist es auch bei Shopping-Kampagnen möglich Keywords zu analysieren und bei Bedarf diese in negative Keywordlisten einzufügen. Dadurch lässt sich der Traffic besser steuern und irrelevante Suchbegriffe ausschließen. Dies sollte in regelmäßigen Abständen gemacht werden, um optimale Ergebnisse für die Werbemaßnahmen zu erreichen.

Google Ads Pfad zu negativen Keyword Listen

Google Ads negative Keyword Listen

#7 Aussagekräftige Bilder

Im Gegensatz zu Searchanzeigen werden die Shoppinganzeigen stets mit einem Produktbild ausgespielt. Da die meisten Nutzer als erstes das Bild der Anzeige sehen, empfiehlt es sich, ein aussagekräftiges Produktbild auszuwählen. 

Google hat dabei sehr strikte Richtlinien, was sich auf dem Produktbild befinden soll. In der Regel funktioniert ein schlichtes Produktbild, auf dem sich ausschließlich das zu bewerbende Produkt befindet, am Besten. Dabei ist zu beachten, dass sich auf dem Bild keine Overlays mit Logos oder Werbeelementen befinden.

#8 Mengeneinheit für Grundpreis angeben

Die Mengeneinheit für Grundpreis ist eine Funktion in Google Shopping, die Händlern ermöglicht, den Preis pro Einheit eines Produkts anzugeben. Dieser Grundpreis wird dann neben dem Gesamtpreis in den Anzeigen angezeigt. Beispiele für Mengeneinheiten sind „pro 100 Gramm“, „pro Liter“, „pro Stück“ usw.

Die einheitliche und standardisierte Darstellung der Preise, steigert die Benutzerfreundlichkeit für den Kunden. Dieser hat die Möglichkeit den Preis des Produkts innerhalb der Anzeigen transparent zu vergleichen. Um diese Attribute in den Anzeigen zu veröffentlichen, sind die Attribute unit_pricing_measure und unit_pricing_base_measure auszufüllen und an Google zu übergeben.

Unit Pricing Measure in Shopping Anzeigen

Unit Pricing Measure in Shopping Anzeigen

#9 Sale Price angeben

Die Angabe von reduzierten Preisen in Google Shopping Ads ist eine effektive Strategie, um Aufmerksamkeit von Online-Shoppern zu gewinnen. In den Shopping Ads wird der reduzierte Preis neben dem regulären Preis angezeigt, durchgestrichen und mit der Ersparnis in Prozent versehen. Um diese Angebote in den Ads zu bewerben, muss man im Merchant Center neben dem Attribut price auch das Attribut sale_price angeben. Zu beachten ist dabei, dass sowohl der Standard- als auch der Sonderpreis auf der Landingpage zu finden ist. Diese Angebote können 30 Tage lang beworben werden. Anschließend wird der reduzierte Preis nur noch als regulärer Preis angezeigt.

Fazit

Es ist nicht immer ausreichend, den Produktfeed einfach nur hochzuladen und Shopping Ads zu erstellen. Wir empfehlen dir die Produktdaten zu pflegen und den Shopping Feed so zu optimieren, dass deine Ads herausstechen und die Aufmerksamkeit der Kunden auf sich ziehen. Zur Bearbeitung und Optimierung des Feeds kannst du zusätzlich ein Feed-Tool verwenden. Hier empfehlen wir dir Channable, was wir selbst gerne nutzen und wodurch die Feed Optimierung stark vereinfacht wird. Danach kann deinen erfolgreichen Shopping Ads nichts mehr im Weg stehen.

Grüße✌🏼,
Saskia

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Saska Reiß

Saskia Reiß ist ein Naturtalent in Sachen Google Marketing. Bei ihr treffen pfiffiger Content auf technische Expertise im Bezug auf den Suchmaschinen Giganten. Der positive Impact für die E-Commerce Welt ist damit vorprogrammiert.

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