Shopify vs WordPress SEO – Womit rankt dein Onlineshop besser?

Shopify vs WordPress. Eine große Frage in der SEO Community. Wir räumen auf rund um Mythen & zeigen was die wirklichen SEO Unterschiede sind. 

von 14.04.2024SEO

Grundsätzlich sind beide Varianten sehr populäre Plattformen für Onlineshops.

Laut Statista (Stand: Juni 2023) besitzt Shopify ca. 24% Marktanteil aller Ecommerce Plattformen in Deutschland. WooCommerce besitzt ca. 11% Marktanteil.

Marktanteile für Ecommerce Plattformen in Deutschland 2023Marktanteile für Ecommerce Plattformen in Deutschland (Statista, Juni 2023)

Die Hauptunterschiede zwischen Shopify SEO und WordPress SEO liegen vor Allem bei  den Funktionen und der Flexibilität.

Shopify gibt es in den Versionen Shopify Basic, Shopify Standard, Shopify Advanced und Shopify Plus (die Premium Variante).

WordPress benötigt das Ecommerce Plugin WooCommerce für die Funktionalität als Onlineshop.

Wir wollen einmal beleuchten, wie sich Shopify vs WordPress in ihren SEO-Features unterscheiden und haben die wichtigsten Punkte verglichen.

Shopify vs WordPress SEO im Vergleich

Jeden Monat gibt es bei Google Suchanfragen wie:

  • „Ist Shopify schlecht für SEO?“
  • „Wie schlecht ist Shopify für SEO?“

Und ich kann es nicht mehr hören. Wirklich jedes Shopsystem hat irgendwo eine Limitierung. Daher versuchen wir mal, das Ganze etwas objektiver zu betrachten.

Diese Punkte betreffen uns im Alltag als SEO Agentur

#1 Technisches SEO

Technisches SEO ist vor Allem die Optimierung der technischen Bestandteile eines Onlineshops.

Dazu gehören Crawling, Indexierung, Sitemaps, strukturierte Daten im Schema-Markup-Code aber auch verschiedene Zertifikate.

Shopify:

  • Sitemap wird automatisch erstellt
  • SSL Zertifikate werden erstellt

WordPress:

  • grundlegend mehr Optimierungsmöglichkeiten
  • großer Auswahlpool an Plugins für technisches SEO

Unterschiede zwischen Shopify und WordPress:

Technisches SEO Shopify WordPress
Pagespeed ++ ++
Mobile
geeignet
++ ++
HTTPS & SSL ++ ++
URL Struktur ++
Crawling & Indexierung + ++
Sitemap ++ ++
Canonical Tags ++ ++
Schema
Markup
++ ++
Redirects ++ ++

Shopify hängt WordPress eigentlich kaum, beziehungsweise garnicht nach. Die URL Struktur ist zwar starrer, aber dadurch nicht unbedingt schlechter.

#2 Content Management

Wie verhält es sich mit dem Content Management bei Shopify vs WordPress?

Shopify:
Shopify ist einfach eine Ecommerce Plattform. No questions asked. Was hier sehr leicht fällt ist das ändern, anpassen und hinzufügen von neuen Seiten, Produkten und Kollektionen. Die Benutzeroberfläche ist schlicht und einfach gehalten. Ideal für schnelles Arbeiten und es bedarf weniger Technik Knowhow.

WordPress:
WordPress wurde speziell als Content Management System (CMS) entwickelt. Viele der SEO und Content Funktionen sind daher besser ausgebaut als bei Shopify. Blogs und Content kann manuell über Baukästen wie DiVi, Avada, Gutenberg oder Elementor gebaut und angepasst werden. Das ermöglicht viel Do-it-yourself, braucht aber auch viel Learn-it-yourself.

Den Anpassungen sind hier eigentlich keine Grenzen mehr gesetzt.

Fazit:
Kurzum, Shopify ist benutzerfreundlicher und intuitiver, WordPress hat hingegen mehr Möglichkeiten für individuelle Anpassung.

#3 SEO-Tools und Plugins

Eine häufige Frage, die uns gestellt wird, ist: „Welche Tools soll ich für SEO benutzen bei Shopify vs WordPress“?

Für Shopify SEO:
Achtung, „unpopular opinion“ -> Ihr braucht gar keins. Die nativen Umgebungen von Shopify sind ausreichend für die Content und SEO Verwaltung in der elementaren Form.

Bei WordPress SEO:
Hier gibt es mehrere gute.

  • Yoast SEO oder Rank Math für Content Optimierung
  • Redirection für 301 Redirects (falls ihr kein Rank Math nehmen wollt)
  • WP Rocket als Caching Plugin
  • Imagify für Bildoptimierung
    usw.

Fazit:
WordPress bietet klar ein größeres Auswahlspektrum an Plugins, aber dafür braucht ihr keine Auswahl an Shopify zu treffen, da ist alles eingebaut.
Wir bevorzugen für SEO, einfach aufgrund der Möglichkeit dieser freien Wahl, trotzdem die Flexibilität von WordPress.

Externe Tools wie Semrush, Ahrefs etc. sind unabhängig vom Shopsystem.

Pro-Tipp:
Wer auf Shopify bloggen will, dem empfehlen wir, OHNE SEO Plugin oder Blogging App zu starten. So werdet ihr mit den Basics von HTML und CSS konfrontiert und habt eine steilere Lernkurve. Später könnt ihr immernoch eine Blogging App in den Shop einbauen, um im Bulk Änderungen vorzunehmen etc. Mit der HTML und CSS-Vorerfahrung habt ihr dann aber auch die nötige Wissensgrundlage, bewerten zu können, welche App dann konkret wirklich hilfreich ist.

#4 Plattformstruktur und Zugänglichkeit

Shopify:
Shopify ist eine geschlossene Plattform, bietet also keinen Open Source Quellcode. Sprich, es ist schwieriger, direkt an den Codierungen, Snippets und Co. zu arbeiten.

Beispielsweise braucht man für gute Conversion Rate Optimierung idealerweise einen Shopify Plus Store für eben genau diese Zugänglichkeit. Unter https://www.shopify.com/accessibility seht ihr ein Update von Juni 2023 mit dem Versprechen, dass diese Zugangsbarrieren Schritt für Schritt weiter aufgelöst werden sollen.

Damit soll die Arbeit an der Plattform selbst und für Onlineshops erleichtert werden. In unseren Augen ein nötiger Schritt für eine positive User Experience im Bereich Conversion Rate Optimierung, Shop-Umbau, aber auch für die Erstellung von SEO optimierten Templates und ähnlichem.

WordPress:
Anders als Shopify ist WordPress eine Open Source Software. Das bedeutet, der Quellcode der Plattform ist offen zugänglich. Das wiederum bedeutet, dass Entwickler tief in die Technik und Struktur eingreifen können.

SEO Anpassungen werden somit individueller möglich, erfordern aber auch mehr Fachwissen.

Fazit:
WordPress hat klar die größere und weitreichendere Zugänglichkeit zum Code der Plattform.

Wir möchten aber ausdrücklich betonen, dass die zusätzlichen Möglichkeiten bei WordPress wirklich Feinheiten entsprechen.

Entscheidet hier eher danach, wieviel Anpassungsfreiheit wichtig und wirklich nötig ist. Bewegt ihr mit den Details wirklich die wichtigen 80/20 für effektives SEO? …

#5 Performance und Pagespeed

Pagespeed wurde bereits mehrfach von Google als Rankingfaktor bestätigt. Und zwar direkt.

Das SEO Ranking ist direkt abhängig von der Geschwindigkeit der Website! 

Warum?

Weil eine schnellere Seite eine bessere Nutzererfahrung bedeutet.

Die User Experience (UX) kann extrem verbessert werden durch eine schnelle Website. Hohe Ladezeiten und langsame Websiten können zu einer erhöhten Bouncerate führen. Nutzer springen ab und kaufen dann woanders.

Gerade seit dem „Mobile First Indexing“ (mobile Darstellung wird priorisiert) begannen erste Umstellungen bereits in 2017. Seit März 2021 (etwa 1 Jahr nach dem ersten Lockdown für Corona in Deutschland) gilt das Mobile First Indexing für alle Websiten.

Shopify:
Hier gibt es bereits eine auf Ecommerce optimierte Infrastruktur, die speziell für Onlineshopping gebaut wurde. Gute Themes und der Verzicht auf manche Apps ermöglicht eine gute Optimierung.

WordPress:
Für WordPress Seiten gibt es ein paar mehr Stellschrauben für den Pagespeed. Beispielsweise Hosting und die Vielzahl an möglichen Plugins beeinflussen die Ladezeit zusätzlich. Wie auch bei anderen Punkten gibt es mehr Flexibilität, aber damit auch wieder mehr gefordertes Fachwissen und womöglich Aufwand, um eine gute Geschwindigkeit zu erreichen.

Um den Pagespeed eures Onlineshops zu messen, geht am besten zu PageSpeed Insights von Google direkt oder zu GT Metrix. Dort bekommt ihr eine erste Analyse zu den wichtigsten Pagespeed Metriken. Beispielsweise LCP und FCP (Largest Contentful Paint und First Contentful Paint).

Startübersicht von Google PageSpeed Insights
Startseite von Google PageSpeed Insights

Achtet für eure Suchmaschinenoptimierung generell auf die wichtigsten Parameter, ein paar davon sind:

  1. Responsives Design
  2. minimiert unnötiges JavaScript wo möglich
  3. optimierte Bildformate (ihr würdet euch wundern, wie unnötig groß manche Websiten dadurch werden)
  4. Core Web Vitals
  5. minimiert unnötige Apps

Pro-Tipp:
Als grundlegende Orientierung solltet ihr bei mobile auf mindestens >50/100 kommen und bei Desktop auf mindestens >80/100. Natürlich kann trotzdem die Internetleitung des Users schlecht sein, aber darauf besteht kein Einfluss.

#6 Kostenstruktur von Shopify vs WordPress SEO

Was kostet die SEO Optimierung für die beiden Plattformen im Daily Biz?

Shopify Kosten:
Shopify funktioniert im Abomodell. Wie ein typisches SaaS-Business. Die aktuelle Pricing-Struktur von Shopify ist hier verlinkt. Um Suchmaschinenoptimierung sauber zu betreiben, können weitere Kosten anfallen für:

  • SEO optimierte Themes: Themes können gut und gern mal >500€ einmalig kosten
  • Apps: für ongoing Arbeiten wie Blogging etc. (um 50€ pro App pro Monat)
  • Developer Aufwand: für Custom Anpassungen (Stundensatz der Entwickler)

Aktuelles Pricing von ShopifyAktuelles Pricing von Shopify bei monatlicher Zahlung (April 2024)

WordPress Kosten:
WooCommerce ist ein an sich gratis Plugin für WordPress. Aber auch hier können einige Extra Kosten anfallen:

  • kostenpflichtige Premium-Features in SEO Apps: Yoast SEO Premium liegt bei 100€ pro Jahr
  • Developer Aufwand für Custom Anpassungen (Stundensatz der Entwickler)
  • Hosting-Gebühren

Fazit:
In beiden Fällen gibt es Developer Aufwand. In beiden Fällen gibt es kostenpflichtige Apps- und Pluginlösungen und auch ein Theme muss zu Anfangs eingerichtet werden.
Bei sowohl Shopify als auch WordPress kann man für <50€ pro Monat bloggen und SEO optimieren. Die Abo-Kosten von Shopify rechne ich jetzt mal nicht mit rein, da es keine direkten SEO Kosten sind! Für uns daher: Gleichstand.

Pro-Tipp:
Um in Shopify zu bloggen, investiere am Anfang in ein gutes Theme (das brauchst du eh auch bei WooCommerce) und erstelle SEO optimierte Page-Templates. Die brauchen nur minimale Instandhaltung und decken 99% der Bedürfnisse für Blogging im Ecommerce ab.

#7 Community von Shopify vs WordPress

Wie unterscheidet sich Shopify von WordPress im Bezug auf die SEO Community?

Shopify:
Hier gibt es einen offiziellen Support. Kaum verwundernswert, denn Shopify verdient auch mehr Geld als WordPress.

Dazu zählen:

  • Chat Support
  • Telefon Support
  • Email Support
  • Shopify Help Center
  • Community Forum

WordPress:
Bei WordPress gibt es keinen offiziellen Support.

Dafür aber:

  • riesige Blogs speziell zu WordPress und WooCommerce
  • sehr große Community
  • kostenlose Plugin-Bibliotheken

Fazit:
Aktuell würden wir sagen hat WordPress bei der SEO Community noch die Nase vorn. Shopify besitzt aber eine unglaublich hohe Wachstumsrate und sichert sich schnell weitere Marktanteile.
Wenn der Ecommerce Markt weiter so floriert, und das tut er, wird sich auch die Community in Shopify sehr schnell vergrößern und mit WordPress gleichziehen.

#8 SEO für Produkt- und Kollektionsseiten

Ah, jetzt geht’s ans Eingemachte. Es geht zum ersten mal um die „eigentlichen“ SEO Themen, nämlich guter Content.

Gute Technik und Backend-Infrastruktur hin oder her, am Ende sind es die Nutzersignale, die Google entscheiden lassen, wie relevant die Website ist …

Shopify:
Mit einer recht standartisierten (um nicht zu sagen „basic“) Vorlage für Produkt- und Kollektionsseiten gibt es im Vergleich zu WordPress begrenzte Anpassungsmöglichkeiten. Es gibt vordefinierte Felder im Backend für SEO Texte, Meta-Titel und Beschreibungen.

Dadurch entsteht zwar eine gewisse Begrenzung der Möglichkeiten, aber die für Content wichtigen Grundlagen sind alle gegeben.

  • Page-Titel -> Check
  • Produkt Beschreibungen -> Check
  • Alt Texte für Bilder -> Check (das geht mittlerweile sogar auf Instagram…)

Produktbeschreibung im Shopify Demo StoreStandardansicht einer Produktbeschreibung im Shopify Demo Store Backend

Sollten ein paar Feinheiten fehlen, können diese eigentlich in jedem Theme mit Meta-Feldern anpassbar sein.

WordPress:
WooCommerce kommt mit ein paar mehr Möglichkeiten im Standardpaket. Custom Fields für benutzerdefinierte Daten, Tabs, Tags und andere Elemente können relativ leicht hinzugefügt werden. Benötigen jedoch wieder Pflege und eventuell mehr Design-Anpassungen für das Frontend.

Keine der beiden Plattformen hat eine wirkliche Begrenzung bezüglich der Content-Länge, Content-Art oder Einbettungen für Videos, Tabellen etc.

Fazit:
Auf beiden Shopsystemen gibt es die Grundlagen für SEO Content. Aufgrund der Anpassbarkeit für Custom Fields geben wir hier aber WordPress einen kleinen Vorsprung.

Pro-Tipp: Baut euch ein SEO optimiertes Page-Template! Sowohl für WordPress als auch Shopify. Dann steckt ihr den Aufwand nur einmal rein und seid für einige Zeit erstmal gut aufgestellt.

#9 Blogging auf Shopify vs WordPress

Als Ecommerce Brand, außer vielleicht im D2C-Bereich, spielt der Blogs oft keine besonders große Rolle und wird erst später mit eigener Content Strategie in den Marketing-Mix übernommen.

Shopify: 
Der Ecommerce Gigant aus Kanada ist auch beim Blogging auf Ecommerce ausgerichtet. Es gibt zwar alle grundlegenden Blogfunktionen und SEO Techniken auch bei Shopify, aber die Möglichkeiten sind auf Verkäufe und Conversion-Rate ausgerichtet, anstatt die reine Reichweite des Contents (SEO Rankings).

Ein gutes Beispiel dafür ist es, wie leicht sich Call-to-Actions in die Blogposts einbauen lassen. Produkte können nahtloser eingebaut werden.

WordPress:
Heimspiel für WordPress. Blogging und Content ist das, wofür WordPress ursprünglich konzipiert und ausgelegt wurde. Dementsprechend groß ist der Umfang an Tools, Plugins und standardmäßig eingebauten Features und Custom Variablen für Blogs und Content.

Die Kontrolle über HTML, CSS und JavaScript sind nahezu grenzenlos möglich und erlauben jedwede Anpassung für SEO und organisches Ranking in Suchmaschinen.

Fazit:
Im reinen SEO Gedanken gewinnt hier WordPress (bzw. WooCommerce). Die Blogs ranken etwas besser und leichter als Shopify Blogs, jedoch wirklich nicht viel. Die Image-Links, die Google an WordPress so gerne hat und ein paar andere Features sorgen für vielleicht 5% bessere Rankings.

#10 Mobile Optimierung

Ein Großteil des Websiten-Traffics kommt über mobile. Spätestens seit der Mobile First Priorisierung von Google sollte ein besonderer Focus auf die Optimierung der mobile Website liegen. So schneiden die beiden Plattformen ab:

Shopify:
Themes kommen üblicherweise bereits mobil-optimiert. Damit funktionieren die Onlineshops auf Smartphones und anderen mobilen Geräten, wie Tablets, sehr gut.

Kleinere Anpassungen und Feintuning von einzelnen Elementen kann problemlos angepasst werden.

WordPress:
Hier gibt es zwar mehr Anpassungen, die angefertigt werden können, wie bei jedem anderen Punkt eigentlich auch, aber gerade bei der Mobiloptimierung des Shops hängt es hier vom Theme ab.

Nicht alle Themes ermöglichen alle Anpassungen (weil sie sich in der Qualität unterscheiden) und es kann kniffeliger werden, das ganze technisch umzusetzen.

Fazit:
Bei Plattformen erlauben gute Mobiloptimierung, bei Shopify wird aber schon mehr im Standardpaket mitgeliefert.

#11 Sicherheit

Im Zeitalter von DSGVO (engl. GDPR) und Privatsphäre-Einstellungen im Browser ein immer wichtiger werdendes Thema.

Sicherheit bei Shopify

Shopify verwaltet die Sicherheit für seine Nutzer, einschließlich der Bereitstellung von SSL-Zertifikaten und der Abwehr von sogenannten DDoS-Angriffen (siehe unten). Diese Services rund im Managed Security können das SEO Ranking etwas pushen, weil sie eine sichere Nutzererfahrung gewährleisten.

Managed Security:
Tobias Lütkes Firma kümmert sich um eigentlich alle Aspekte der Sicherheit für seine Benutzer. Automatische Updates, sicheres Hosting, SSL-Zertifikate für alle Webseiten, DDoS-Schutz und PCI-DSS-Konformität (Payment Card Industry Data Security Standard) für Zahlungen. Damit hat man einen recht sorgenfreien Kopf, wenn es um Internet Security geht. Danke Shopify.

Eingeschränkte Anpassung:
Tatsächlich sind die eingeschränkten Möglichkeiten diesmal ein klarer Vorteil. Dies schränkt zwar die Anpassungen ein, verringert aber auch die Wahrscheinlichkeit, dass irgendwelche scammy Plugins oder Themes verwendet werden könnten.

Regelmäßige Updates:
Shopify führt automatisch Updates durch, quasi wie Apple oder Windows. Dies dient dazu, Sicherheitslücken zu schließen, ohne dass der Onlineshop selbst tätig werden muss. So bleibt der Shopify Shop auf dem neuesten Stand.

Sicherheit bei WordPress

Es wird ein aktiveres Management der Sicherheit durch den Benutzer gebraucht, einschließlich der Installation von Sicherheitsplugins und der regelmäßigen Aktualisierung des Systems und der Plugins, um Sicherheitsrisiken zu minimieren.
So sieht’s aus:

Flexibilität und Verantwortung:
Als Open-Source-Plattform bietet WordPress wesentlich mehr Flexibilität. Dies kann aber auch zu einem gewissen Risiko führen. Vor allem dann, wenn keine vertrauenswürdigen Plugins oder veraltete Software verwendet werden. Das passiert häufiger als man denkt …

Updates:
Im Gegensatz zu Shopify müssen WordPress-Benutzer ihre Website, einschließlich Themes und Plugins, selbst aktualisieren. Verpasste Updates können zu Sicherheitslücken führen. Ich habe schon genügend WooCommerce Backends und WordPress Backends gesehen OHNE automatische Plugin-Updates und teilweise 20+ Plugins, die seit über 6 Monaten nicht mehr geupdated wurden. Macht das nicht…

Hosting:
Die Sicherheit hängt zusätzlich von der Hosting-Qualität ab. Es muss sichergestellt werden,  das der Hosting-Anbieter zuverlässige Security Maßnahmen anbietet, wie eine Firewall oder regelmäßige Backups. Ein Hosting Anbieter den wir empfehlen können, ist SiteGround.

Zertifikate für SSL:
Während Shopify automatisch SSL-Zertifikate für alle seine Shops bereitstellt, müssen WordPress-Nutzer dies in der Regel selbst einrichten, oft mit Unterstützung ihres Hosting-Anbieters.

Pro-Tipp:
Egal ob bei WooCommerce oder Shopify, ihr kommt mit aktuellen Plugins und einem sauberen Hosting in beiden Fällen auf gute Sicherheits-Werte. Achte auf die korrekte Implementierung von Google Consent Mode V2 und dem Cookie-Banner. Sonst kann Google euch die Remarketing Listen sperren. Mehr dazu in meinem Blogpost über den Consent Mode V2.

Fazit – Shopify vs WordPress

Also, wie sieht’s aus, Shopify oder WordPress für SEO?

Hier sind nochmal alle unsere 11 Kategorien in der Übersicht:

Kategorie Shopify WordPress
Technisches SEO ++ ++
Content Management ++ ++
SEO-Tools & Plugins ++ ++
Plattformstruktur &
Zugänglichkeit
+ ++
Pagespeed ++ ++
Kosten ++ ++
Community ++ ++
SEO für Content ++ ++
Sicherheit ++ ++

Unsere Antwort lautet also?: „Kommt drauf an.“

Wir bewerten die REINE SEO Performance für Shopify und WordPress relativ gleich!
Das sagen einfach unsere Erlebnisse im Alltag.

Wer wirklich den Fokus auf Rankings und Rankingoptimierung legt, der sollte zu WordPress gehen. Wenn WordPress 100/100 möglichen SEO Punkten erhält, dann bekommt Shopify 95/100. Es ist wirklich sehr knapp beieinander.

Aber mal Hand aufs Herz, für Onlineshops zählt die Optimierung auf Ecommerce, nicht auf 1 Traffic-Kanal davon für den Onlineshop.

Hier unser Tipp für eine Entscheidungsfindung bezüglich Plattform (das ist einfach unsere Meinung):

„Wo steht ihr heute bis einschließlich in 12 Monaten?“

Bei < 5 Mio. € Umsatz pro Jahr:
Nehmt Shopify. Die Geschwindigkeit und Einfachheit, mit der Implementierungen und Änderungen vorgenommen werden können sind unschlagbar.

Unter 5 Mio. € Jahresumsatz ist noch die Startphase.

Ihr befindet euch noch in der Testphase Product-Market-Fit, baut neue Produkte aus und vielleicht verkauft ihr in die Schweiz und Österreich. Die Brand formt sich noch aber auch Hersteller und Lieferanten werden öfter gewechselt als später bei eingespieltem Betrieb. Zumindest üblicherweise.

Nutzt diesen Plattformvorteil für euch, anstatt wegen der SEO Features auf die 5% zu optimieren. Um in dieser Anfangsphase Umsatz zu generieren, verwenden Ecommerce Brands meist sowieso Kanäle mit unmittelbarem Feedback.

Beispielsweise bezahlte Werbeanzeigen oder Email Marketing. Ecommerce gewinnt man mit Speed, datengetriebenen Entscheidungen und Anpassungsfähigkeit im Markt.

Bei > 5 Mio. € Umsatz Pro Jahr:
Wer es über diese Grenze geschafft hat, sollte sich generell fragen, was die Vision des Onlineshops ist.

Wo soll es in 5 Jahren hingehen? Exit, Investor suchen oder doch Profitoptimierung nach Deckungsbeitrag 1-3?

Dieses Umsatzniveau zu erreichen ist nur mit bezahlten Anzeigen selten möglich. Es braucht eine langfristige organische Content- und Email Strategie. Organic Social, Influencer und andere Kanäle wie Affiliates und Co.

Verschiedene Plattformen (auch einfach „nur“ ein Upgrade zu Shopify Plus) könnten dann geeignet sein. Je nach Anzahl Produkte, Komplexität des Warenwirtschafts-Systems und angebundener Logistik. Wollt ihr in verschiedene Länder verkaufen?

Typische Ecommerce Plattformen für die „Big Player“ könnten dann sein:

  • Demandware
  • Salesforce Commerce Cloud
  • SAP Hybris
  • IBM (HCL Commerce)
  • Magnolia CMS

Diese Systeme ermöglichen üblicherweise mehr Skalierbarkeit aufgrund von besserer Kontrolle über Design oder den Möglichkeiten für länderübergreifende Verkäufe (Cross Border Commerce).

Überlegt für die nächsten Jahre anstatt für den aktuellen Stand!

In diesem Sinne viel Spaß bei eurer langfristigen SEO Strategie, egal ob Shopify vs WordPress.

Grüße✌🏼,
Florens

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Autorenbild Florens Bach

Florens Bach

Florens Bach ist ein wahrer Google Ads und PPC Enthusiast mit insgesamt über 6 Jahren Erfahrung im Bereich Suchmaschinenmarketing (SEA). Seit 2018 arbeitet er leidenschaftlich im Bereich PPC Ads, SEO, Email Marketing und Co. mit dem Fokus auf Onlineshops.

Als Mitgründer und stellvertretender Geschäftsführer der Ecommerce Marketing Agentur "Bach & Gruber Ecommerce" haben er und sein Team bereits über 180 Onlineshops beim Wachstum unterstützt.

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