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    Google Consent Mode V2 - Das solltest Du jetzt wissen

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    12 Min. Lesezeit
    Google Consent Mode V2 Übersicht für Tracking und Datenschutz

    TL;DR

    Der Google Consent Mode V2 ist ab März 2024 verpflichtend, wenn du Google-Dienste wie Google Ads oder GA4 nutzt. Ohne korrekte Umsetzung drohen Datenverluste, eingeschränkte Kampagnen-Performance und unvollständiges Tracking.

    Wichtigste Punkte:

    • Zwei neue Pflicht-Parameter: ad_user_data und ad_personalization
    • Beeinflusst Cookie- und Server-Side-Tracking
    • Ohne Consent Mode V2: nicht DSGVO-konform, eingeschränktes Ads- & Analytics-Tracking

    Es gibt zwei Setups:

    1. Basic: Bei Ablehnung → keine Daten
    2. Advanced (empfohlen): Bei Ablehnung → anonyme Server-Pings, mehr nutzbare Daten

    Der Google Consent Mode V2 ist zurzeit in aller Munde. Spätestens ab März 2024 wird es laut Digital Markets Act (DMA) verpflichtend sein, vermutlich mit einer gewissen Übergangszeit, diesen umzusetzen.

    Kurze Version:
    Googles Weg, wie die Nutzerdaten technisch gesammelt werden. Sowohl Cookie- als auch Serverseitig.

    Lange Version:
    Eigentlich ist der Google Consent Mode V2 nicht nur ein Update, sondern eine Notwendigkeit für Websiten und Werbetreibende, die einen oder mehrere Google Services benutzen (z.B. Google Ads und/oder Google Analytics 4). Die Deadline für die Implementierung des Google Consent Mode V2, und damit die Sicherstellung der Einhaltung der Datenschutz-Gesetze ist März 2024. Für die weitere Nutzung der Google Services ist die Implementierung also Pflicht!

    Dieses Major Update in Consent Mode V2 bringt 2 neue Parameter mit sich:

    • 'ad_user_data'
    • 'ad_personalization'

    Dies dient der besseren Übersicht über Nutzerdaten und hilft damit Websiten und Apps mit den Regulationen der Europäischen Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO oder eng.: GDPR) überein zustimmen.

    Warum solltest du dich kümmern?

    Wenn die Einwilligung der Nutzer nicht konform der geforderten Consent-Einstellungen läuft, werden Google Services direkt beeinträchtigt. Dazu zählen:

    • Google Analytics
    • Google Ads
    • Google Tag Manager
    • weitere Google Services, die auf Daten basieren

    Wenn Google die Consent-Zustimmung der Nutzer nicht zuordnen und verifizieren kann, wird das zu Datenverlust führen. Was zu erwarten ist, ist daher:

    • Reduzierte Datensammlung
    • Performance-Verlust
    • Änderungen in Analytics Insights
    • komplexeres Management für Tags und Consent

    Ja!

    Der Consent Mode V2 beeinflusst beides, Cookies und Server Side Setups und deren Nutzerdaten. Es hängt konkret davon ab, wie die übergreifende Implementierung stattfindet und erfordert eine detailliertere Consent Form für Nutzer, sodass die Privatsphäre Einstellungen respektiert werden. Plattformen wie Meta Ads oder Pinterest Ads werden durch dieses Update nicht direkt beeinflusst.

    Was sind nun Googles konkrete Anforderungen? Wie erwähnt, gibt es 2 neue Parameter:

    • 'ad_user_data' setzt den Consent für das Senden von Nutzerdaten für Werbezwecke.
    • 'ad_personalization' setzt den Consent für das Senden von personalisierter Werbung.

    Hier ist eine Übersicht aller Parameter des Consent Modes verlinkt, die aktuell von Bedeutung sind: Google Tag Manager Hilfe.

    Was fällt mir weg durch die Updates am Consent Mode V2?

    Es gibt 2 Wege, den Google Consent Mode V2 einzubetten: Als Basic Setup und als Advanced Setup. Beleuchten wir also kurz alle 3 Möglichkeiten. OHNE Consent V2, mit Basic Consent V2 und mit Advanced Consent V2:

    Kein Consent Mode / mit Placebo Banner:

    Ohne eingebauten Consent Mode V2 oder mit nur einem Placebo Banner (ein Banner erscheint aber erfüllt keine Consent bestimmende Funktion) handelt es sich um ein Missachten der regulatorischen Bestimmungen. Es ist NICHT Datenschutz konform und damit sowohl rechtlich als auch moralisch angreifbar.

    Google Analytics wird vielleicht noch ein paar Daten sammeln, aber die Leistung wird limitiert sein. Dies stellt eine Gefahr für die Vollständigkeit der Analytics Daten dar. Google Ads wird vermutlich eingeschränkt im Bereich Anzeigenpersonalisierung (Personalisierte Anzeigen). Dadurch wird personalisierte Werbung, Remarketing und Conversion Tracking deutlich eingeschränkt sein oder komplett abgestellt werden können.

    Vergleich der drei Consent-Einstellungen: Consent granted, Consent Denied Advanced Mode und Consent Denied Basic Mode
    Das passiert bei "Consent granted", "Consent Denied - Advanced Mode" und "Consent Denied - Basic Mode".

    Basic Google Consent Mode V2 Setup:

    Der Zustand des Basic Google Consent Mode V2 ist im nächsten Screenshot dargestellt. Wenn ein Nutzer die Cookies akzeptiert, werden alle Tags gefeuert und alle Daten gemessen. Wenn ein Nutzer dem Consent nicht zustimmt, werden keine Daten gesammelt und auch Server Pings (ohne Cookies) werden nicht an Google übermittelt.

    Vorteile:

    • Einfachheit: Leichter zu implementieren und managen.
    • Kosten-Effizienz: Braucht weniger Ressourcen und technische Expertise.
    • Schnellere Einbettung: Schnellere Einbettung, gerade bei Deadlines oder Zeitstress.

    Nachteile:

    • Begrenzte Kontrolle: Weniger granulare Einstellungen über Datensammlung und Nutzerpräferenzen.
    • Möglicherweise Non-Compliant: Eventuell werden nicht alle regulatorischen Vorgaben erfüllt, speziell für komplexe Seiten.
    • Reduzierte Daten: Weniger reichhaltige Daten aufgrund von breiteren Consent-Kategorien.
    Überblick der verschiedenen Modi im Google Consent Mode V2 mit Basic und Advanced Setup
    Überblick der Verschiedenen Modi im Google Consent Mode V2. Screenshot entnommen aus der Offiziellen Google Hilfe.

    Advanced Google Consent Mode V2 Setup:

    Der Advanced Google Consent Mode V2 ist ebenfalls oben dargestellt. Wenn dem Consent zugestimmt wird und die Cookies akzeptiert werden, wie beim Basic Setup ebenfalls, werden alle Tags gefeuert und wir sammeln alle Daten. Der Hauptunterschied liegt darin, wenn dem Consent nicht zugestimmt wird. In diesem Fall können wir anonyme, Server Pings (ohne Cookies) an Google gesendet. Diese können dann von Google verwendet werden für Modellierungen und Hochrechnungen. So wird ein Teil der Daten für Google Ads und Google Analytics wieder nutzbar, auch ohne Consent.

    Vorteile:

    • Höhere Compliance: Bessere Erreichung der regulatorischen Vorgaben, speziell für größere und komplexere Seiten.
    • Detaillierte Nutzer-Präferenzen: Erlaubt granularere Kontrolle und respektiert User Consent, was das Vertrauen und die Reputation in die Marke stärken kann.
    • Mehr Daten: Der Advanced Mode erlaubt präzisere und wertvollere Datensammlung.

    Nachteile:

    • Komplexität: Erfordert mehr Aufwand, Zeit und technische Expertise für Implementierung und Management.
    • Teurer: Es entstehen höhere Kosten durch weitere Software, Integrationen und technische Expertise.
    • Langsamere Einbettung: Aufsetzen und Testen werden mehr Zeit in Anspruch nehmen.

    Unsere Empfehlung ist, wie immer, dem Weg mit mehr Daten zu folgen. Es kann nie schaden, bessere Daten zu erhalten. Dadurch werden schnellere und präzisere Business-Entscheidungen möglich. Wenn ihr auf Google Analytics angewiesen seid, handelt. Startet so bald wie möglich und testet Euer Setup und die Implementierung von Googles Consent Mode V2.

    Schritte zur Implementierung vom Consent Mode V2:

    1. Entscheiden, welches Setup benutzt werden soll. Basic Setup oder Advanced Setup?
    2. Arbeite mit einem CMP (Consent Management Platform) und baut die Consent-Banner-Opt-In-Rate als neue Marketing KPI in Eure Zielvorhaben ein. Wir arbeiten größtenteils mit CookieBot.
    3. Setze einen Proxy Google Tag Manager auf (GTM)
    4. Verbindet GA4 mit Google Big Query und exportiere die Rohdaten ungefiltert in Google Big Query. Das ist kostenlos!

    Für einen reibungslosen Übergang teilen wir hier ein Angebot einer führenden Consent Management Platform (CMP Provider), CookieBot. Durch ein CMP wird gewährleistet, dass ihr die Tools für Compliance und effektives Daten Management habt.

    Was muss konkret getan werden?

    Da wir nicht mehr entscheiden können, ob wir den Consent Mode benutzen wollen oder nicht, lautet unsere Empfehlung, den Google Consent Mode V2 baldmöglichst einzubauen. Verschiedene Tools und Softwares machen es unterschiedlich leicht oder schwer. Sprich am besten mit einem internen Developer / technischen Marketeer oder such jemanden, der das professionell übernehmen kann.

    FAQs zu Google Consent Mode V2

    Fazit

    Der Google Consent Mode V2 ist keine Option mehr, sondern Pflicht. Wer Google Ads, GA4 oder andere Google-Dienste nutzt, muss handeln. Die gute Nachricht: Mit dem richtigen Setup – idealerweise dem Advanced Mode – kannst du weiterhin wertvolle Daten sammeln und deine Kampagnen effektiv steuern.

    P.S. ...
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