Halte dein Google Merchant Center sauber
Bevor wir auf die 11 häufigsten Fehlermeldungen im Merchant Center eingehen, möchten wir betonen, dass der erste Schritt zu einem reibungslosen Google Shopping-Erlebnis die sorgfältige Pflege deines Merchant Centers ist.
Hier sind ein paar bewährte Tipps, die dazu beitragen können:
Tägliches Feed-Update:
Stelle sicher, dass du deinen Produkt-Feed täglich aktualisierst. Dies kann mit dem Neustarten deines PCs verglichen werden. Durch regelmäßige Aktualisierungen bleibst du auf dem neuesten Stand und gewährleistest, dass deine Produktdaten stets aktuell sind. Versuche, deine Produkt Daten mindestens 1 mal pro Tag zu aktualisieren.
Priorisiere die kritischen Probleme
Fokussiere dich auf die dringendsten Herausforderungen. Durch die Priorisierung kritischer Probleme sicherst du die Sichtbarkeit deiner Produkte. Im Google Merchant Center werden drei Arten von Fehlermeldungen unterschieden:
- Benachrichtigungen – lediglich Empfehlungen von Google und keine zwingenden Handlungsanweisungen.
- Warnungen – können sich negativ auf die Leistung von Google Shopping Kampagnen auswirken, indem sie beispielsweise die Auslieferung der Produkte reduzieren.
- Kritische Fehler – sollten ernst genommen werden, da sie zur Ablehnung betroffener Produkte führen und im schlimmsten Fall zu einer Sperrung des gesamten Kontos führen können.
Frage deinen Google Shopping-Ansprechpartner:
Wenn Unsicherheiten auftreten, zögere nicht, deinen Google Shopping-Ansprechpartner um Hilfe zu bitten. Dieser steht dir zur Verfügung, um eventuelle Fragen zu klären, Probleme zu lösen und sicherzustellen, dass dein Google Shopping-Erlebnis optimal funktioniert.
Kommen wir nun zu den 11 häufigsten Fehlern ...
1. Verarbeitung fehlgeschlagen [image_link]

Erklärung:
Das Attribut "Bildlink" [image_link] ist von entscheidender Bedeutung, da potenzielle Kunden dieses Bild in Anzeigen und kostenlosen Einträgen für Ihr Produkt sehen. Es ist erforderlich für jedes Produkt und muss bestimmte Richtlinien erfüllen, damit dein Produkt beworben werden kann.
Lösung:
Um das Problem der fehlgeschlagenen Verarbeitung zu beheben, bitte zunächst deinen Kunden, ihre Bildlinks zu überprüfen, und sende ihnen eine Liste der Produkte, bei denen die Bildlinks nicht akzeptiert wurden. Alternativ kannst du versuchen, den vorhandenen Produktdaten-Feed nochmals zu aktualisieren.
Stelle außerdem sicher, dass die URLs der Bilder mit "http" oder "https" beginnen und RFC-3986-konform sind. Ersetze alle Symbole oder Leerzeichen durch URL-codierte Elemente.
Wichtig! Der Link muss zu einem Bild in einem unterstützten Dateiformat führen, wie z.B. JPEG, WebP, PNG, GIF, BMP oder TIFF.
💡 Pro Tipp: Durch die automatische Bildverbesserung kannst du sicherstellen, dass deine Angebote nicht abgelehnt werden.


2. Bild nicht abgerufen (Crawling ausstehend)

Erklärung:
Mindestens eines deiner Produkte wurde abgelehnt und keine Bilder werden in deinen Shopping-Anzeigen oder unbezahlten Einträgen angezeigt. Dies kann mit der Crawling-Frequenz deiner Bilder zusammenhängen.
Lösung:
Erhöhe die Crawling-Frequenz in der Google Search Console oder verschiebe deine Bilder auf einen schnelleren Server. Es kann auch sein, dass das Crawlen für die Bilder, die du für diese Produkte eingereicht hast, noch aussteht. Dies kann bis zu drei Tage dauern.
3. Anzeigen-Overlay auf Bild: [image_link]

Erklärung:
Einige deiner Produkte haben Bilder, die Werbetext enthalten, wie Händlerlogos oder Calls-to-Action, die andere Inhalte verdecken. Bilder mit Wasserzeichen oder anderen verdeckenden Elementen sind nicht erlaubt.
Lösung:
Aktiviere deine Bildverbesserungen, um deine Bilder automatisch zu korrigieren, oder lasse dir die Bilder von deinem Kunden aktualisieren. Produkte, die diese Anforderungen nicht erfüllen, werden erst freigegeben, nachdem die Bilder entsprechend aktualisiert wurden.
4. Ungültiger Wert [gtin]

Erklärung:
Mindestens einer der für das Attribut "GTIN" [GTIN] eingereichte Werte ist ungültig. Damit deine Artikel optimal in Google Shopping präsentiert werden können, benötigen alle deine Artikel eine 13-stellige Identifikationsnummer, die als GTIN (Global Trade Item Number) bekannt ist.
Lösung:
Stelle sicher, dass jedes Produkt einen genauen Wert für das Attribut GTIN verwendet. Verwende EAN-Suche, um UPC, EAN, ISBN oder andere Identifikatoren zu identifizieren. Im Folgenden findest du eine Liste der verschiedenen GTINs:
- UPC (in Nordamerika/GTIN-12): 12-stellige Nummer
- EAN (in Europa/GTIN-13): 13-stellige Nummer
- JAN (in Japan/GTIN-13): 8- oder 13-stellige Nummer
- ISBN (für Bücher): 13-stellige Nummer
- ITF-14 (für Multipacks/GTIN-14): 14-stellige Nummer
5. Falscher Wert [identifier_exists]

Erklärung:
Die Kennzeichnung 'Identifier_exists' dient dazu, Google darüber zu informieren, ob allgemeine Identifikatoren wie Marke, GTIN und MPN für Ihre Produkte verfügbar sind.
Lösung:
Aktualisiere deine Produktinformationen mit dem genauen GTIN-Wert, damit deine Produkte in den Shopping-Anzeigen erscheinen können und setzte den Wert 'Identifier_exists' auf "true". Falls keine GTIN vorhanden sein sollte, entferne das Attribut 'Identifier_exists' aus deinem Google Shopping Feed.
6. Verschreibungspflichtige Arzneimittel

Erklärung:
Es gibt Einschränkungen für die Werbung bestimmter gesundheitsbezogener Inhalte auf Google, die je nach Land variieren können.
Lösung:
Nachdem du die Einhaltung der Richtlinien überprüft und sichergestellt hast, kannst du eine Überprüfung im Merchant Center beantragen. Dazu rufst du zunächst die Artikel auf, die die Fehlermeldung enthalten, und beantragst unter dem Punkt "Meiner Meinung nach liegt kein Problem vor" eine Überprüfung.

7. Fehlender Wert Versand [shipping]

Erklärung:
Für einige deiner Produkte fehlen die Versandkosten, was zu deren Ablehnung führt.
Lösung:
- Melde dich bei deinem Google Merchant Center-Konto an.
- Gehe zu "Versand und Rücksendungen" im Menü "Tools und Einstellungen".
- Klicke auf die Registerkarte "Versand".
- Füge deine Versanddiensteinstellungen nach Bedarf hinzu oder passe sie an.

Was aber, wenn deine einzelnen Produkte unterschiedliche Versandkosten haben?
Alternativ kannst du deine Versandinformationen auch manuell in deinem Produktfeed hinterlegen. Dies ist sinnvoll, wenn du deinen Produktfeed über Google Sheets oder Excel pflegst und deine Produktpalette nicht zu umfangreich ist. In diesem Fall solltest du deine Versandinformationen mit den Attributen [shipping_price] und [shipping_country] befüllen.
💡 Pro Tipp: Für Shops mit einer großen Anzahl an Produkten empfehlen wir die Verwendung eines Feedsoftwaretools. Beachte, dass es einige Zeit dauern kann, bis deine Änderungen auf der Seite "Diagnose" im Merchant Center sichtbar werden.
8. Text zu kurz: Beschreibung [description]

Erklärung:
Längere Produktbeschreibungen erleichtern es Kunden, dein Produkt zu finden. Eine Beschreibung von 500 bis 1.000 Zeichen ist ideal, aber bis zu 5.000 Zeichen sind möglich.
Lösung:
Passe die Produktbeschreibungen an, sodass sie etwa 500 bis 1.000 Zeichen enthalten. Nach dem Aktualisieren deiner Produktinformationen reiche sie erneut ein.
9. Ungültiger Attributwert [Titel]

Erklärung:
Das System erkennt ein Attribut im Feed nicht. Es muss überprüft werden, ob das betroffene Attribut möglicherweise nicht mehr in den Feed Spezifikationen von Google angegeben ist.
Lösung:
Zunächst einmal sollte überprüft werden, ob das Attribut noch existiert und von Google verwendet wird. Wenn nicht, sollte das Attribut aus dem Feed entfernt werden. Achte darauf, dass die Bezeichnung des Attributs korrekt ist und den Vorgaben von Google entspricht.
10. Ungültige UTF-8-Codierung

Erklärung:
Es gibt Probleme mit der Codierung der Informationen für die betroffenen Produkte im Datenfeed. Obwohl UTF-8 als von Google unterstützter Codierungstyp erkannt wurde, liegt eine doppelte Codierung im Datenfeed vor.
Lösung:
Beim Kopieren von Produktinformationen aus externen Quellen wie PDF- oder Word-Dokumenten können verschiedene Codierungen auftreten. Stelle sicher, dass Texte mit verschiedenen Codierungstypen nicht mehrmals hin und her kopiert werden.
💡 Pro Tipp: Verwende Texteditoren wie Notepad++, um Zeichenkodierungen zu konvertieren, und füge den Text anschließend in korrekter Codierung in deinem Datenfeed oder in deinem Shop-Backend ein.
11. Ein einfarbiges Bild kann nicht verwendet werden

Erklärung:
Google erlaubt einfarbige Bilder nur in bestimmten Produktkategorien. Wenn ein Produkt außerhalb dieser Kategorien ein einfarbiges Bild enthält, wird es abgelehnt, da das Bild nicht aussagekräftig genug ist.
Lösung:
Verwende ein Bild, das das beworbene Produkt klar und deutlich zeigt. Einfarbige Bilder sind nur für spezifische Produktkategorien zulässig. Stelle sicher, dass das hochgeladene Bild die Anforderungen erfüllt oder ändere die Google-Produktkategorie.
💡 Pro Tipp: Nutze Tools wie Adobe Photoshop oder Canva, um ein hochwertiges und aussagekräftiges Produktbild zu erstellen. Achte darauf, dass das Bild das beworbene Produkt im bestmöglichen Licht zeigt. Überprüfe zusätzlich die Google-Produktkategorien, um sicherzustellen, dass das Bild mit den Richtlinien kompatibel ist.



