Google Ads ist ein unverzichtbares Werkzeug für Onlineshops und Ecommerce Stores aller Art. Performance Max Kampagnen bieten dabei eine automatisierte Möglichkeit, über alle Google-Plattformen hinweg zu werben.
Mit dieser Checkliste beleuchten wir die grundlegenden Einstellungsmöglichkeiten des Kampagnentyps und zeigen in klaren Schritten, wie du zu einer besseren Performance kommst.
1. Conversion Tracking überprüfen
Mal wieder ist das Conversion Tracking in Google Ads die Nummer 1 der Checkliste.
Bevor die Performance der PMax Kampagne analysiert und auditiert werden kann, solltet ihr sicherstellen, dass das Conversion Tracking sauber eingerichtet ist. Das findet ihr mittlerweile unter Goals → Conversions → Summary.

Achtet darauf, dass die wichtigste Conversion Aktion (Purchase) als primäres Tracking Ziel hinterlegt ist und nur einmal vorkommt. Andere Purchase Tags, wie der aus Google Analytics 4, sollten auf "sekundär" gestellt sein.
Enhanced Conversion Tracking einrichten
Um den Purchase Tag zu optimieren, könnt ihr Enhanced Conversion Tracking einrichten. Dadurch werden Kundendaten wie Email, Name und Telefonnummer an den Algorithmus übergeben.
Purchase Tag optimieren
Benutzt das datengetriebene Attributionsmodell! Dadurch kann der Algorithmus selbst entscheiden, welche Touch Points wichtig sind.
💡 Pro-Tipp: Gerade wer YouTube Shorts Ads testet, sollte die Conversion Windows erweitern: Click-Through auf 90 Tage und View-Through auf 30 Tage.
2. Assets check
In Performance Max Kampagnen lässt sich mittlerweile einiges an Assets hinzufügen – doch das muss nicht immer etwas Gutes sein.
Wenn alle 15 Headlines, 5 langen Headlines, 5 Beschreibungen, bis zu 20 Bilder, 5 Logos und 5 Videos hinzugefügt sind, stellt sicher, dass die Assets den Richtlinien entsprechen:
- Copywriting Qualität
- Sprachauswahl
- Relevante Keywords in den Assets
- Keine Policy einschränkenden Wörter

Stellt zusätzlich sicher, dass keine auto-generierten Videos angeschaltet sind. Entweder fügt ihr selbst ein Branding-Video hinzu oder wählt die automatisch erstellten Assets ab.
3. Asset-Gruppen Struktur in der Kampagne
Wer eine D2C Brand betreibt oder Lifestyle Produkte vertreibt, sollte definitiv Assets und verschiedene Laufsignale testen.

Andere Möglichkeiten, die Asset-Gruppen zu strukturieren:
- Produktgruppen
- Kategorien
- Marken
- Marge (High vs. Low)
- Loss Leader Strategie
- Nur Assets (Feed-less)
4. Audience Signale prüfen
Audience Signale in einer PMax sind keine dauerhafte Ausrichtung, sondern bilden nur die Grundlage, in der die Kampagne losläuft.
Mögliche Audiences zum Hinzufügen:
- Website Besucher (Fokus auf Remarketing)
- Custom Intention (eigenes Setup)
- In-Market-Audiences (IMAs)
- Customer Match Listen
Erfahrungsgemäß sind die besten Audiences zum Kampagnen-Start Add-to-Carts oder andere Remarketing Audiences und In-Market Gruppen.
5. Anzeigenerweiterungen und Extensions
Google Ads hat mittlerweile über ein Dutzend Anzeigenerweiterungen, die auf Kampagnen-, Anzeigengruppen- und Account-Level hinzugefügt werden können.
Überprüft alle Anzeigentypen, ob diese relevante Informationen enthalten. Blockierte Erweiterungen können die Performance von ganzen Asset-Gruppen einschränken!
6. PMax Insights Tab
Jede PMax Kampagne hat mittlerweile einen eigenen "Insights" Tab mit speziell aufbereiteten Ergebnissen.

Wichtige Schritte:
- Vergleicht die Suchbegriffe auf Relevanz
- Wurden performante Suchbegriffe als Custom Intention hinzugefügt?
- Die besten Suchbegriffe sollten zur Produkttitel-Optimierung genutzt werden
7. Landing Page Report
Im Landing Page Report kann verifiziert werden, ob die Klicks auch auf wirklich relevante Pages gelangen oder im Impressum, der About Us Seite oder im Blog abgefangen werden.

Ist die URL Erweiterung angeschalten? Wenn ja, gilt es die Landing Pages regelmäßig zu monitoren.
8. Shopping Anteil Report
Um sicherzustellen, dass der Großteil an Klicks in Shopping fließt, könnt ihr einfach eine Feed-Only PMax laufen lassen.
Üblicherweise liegt der Anteil bei etwa 90% und aufwärts, kann aber je nach Brand und Nische abweichen.
9. Kampagnen-Einstellungen
Stellt die Auswahl der korrekten Geo-Location sicher! Ganz wichtig.

Im Standardfall ist der Check Button auf "Präsenz oder Interesse" gesetzt. Dadurch kann Google Klicks aus anderen Ländern einsammeln. Achtet auf die Einstellung "Präsenz".
10. Google Merchant Center Verknüpfung
Das gesamte "Futter" für die Performance Max kommt aus dem Google Merchant Center.

Stellt sicher, dass:
- Das GMC sauber verlinkt ist (Match ID prüfen)
- Der Feed optimiert ist (alle Pflichtfelder ausgefüllt)
- Keine Produkte blockiert oder out-of-stock sind
- Keine Account Blockaden bestehen
- Feed-Daten regelmäßig geupdated werden (API, 24h)
- Custom Labels sauber zugeordnet sind
11. Google Analytics 4 Verknüpfung
Neben dem Merchant Center empfiehlt es sich auch Google Analytics 4 sauber zu verbinden.

Stellt sicher, dass alle Audiences aus GA4 importiert werden und groß genug sind!
12. Auktionsübersicht und Mitbewerber
Die Übersicht über Mitbewerber ist sehr praktisch für Shopping Kampagnen.

Analysiert eure Mitbewerber:
- Bieten Konkurrenten auf euch?
- Sind neue Mitbewerber dazugekommen?
- Ist der Gesamtmarkt geschrumpft?
13. Change History auslesen
Die Historie im Change History Tool dient dazu, einen Blick auf die Strategie zu bekommen.

Wichtige Änderungen betreffen: Budgetänderungen, Produkteinpflegung, Asset Updates oder größere Veränderungen.
14. Auto-Apply Empfehlungen
Stellt die Auto Applied Recommendations einmal komplett aus oder lest euch unseren Guide dazu durch.
15. Negative Keyword Listen
Überprüft, ob eine negative Keyword Liste zur Kampagne hinzugefügt ist.

Gibt es eine Brand Negative Liste? Sind da nur die eigene Brand drin oder auch Competitor Brands?
16. PMax Placement Report
Schlechte Placements ausschließen, um mehr von den "guten" einzusammeln – sowohl in Display als auch in Apps.

Erstellt euch eine Ausschlussliste auf Account-Level.
17. Budget und Gebotsstrategie
Diese Einstellungen sind die beiden, die am schnellsten verändert werden können.
Budget
Für eine ausreichende Lernphase solltet ihr ein Mindest-Budget von 100€/Tag zuweisen. Darunter könnten zu wenige Daten gesammelt werden.
Gebotsstrategie
Wählt eine geeignete Gebotsstrategie. Googles Empfehlung: Das Budget sollte 10x dem angestrebten CPA Ziel entsprechen.
18. Website überprüfen / CRO
Nachdem alle Kampagnen-Einstellungen überprüft wurden – kann die Website eigentlich abliefern?
Diese Grundlagen sollte jeder Onlineshop erfüllen:
- User Experience und Customer Journey ist klar
- Website lädt schnell auf Desktop und Mobil
- Responsives Mobil-Format
- Checkout Prozess funktioniert einwandfrei
Conversion Rate Optimierung ist einer der größten Hebel für den Erfolg von PPC Kampagnen.
19. Performance einzelner Produkte testen
Grundlegend kann man alle Produkte mit Klicks in 3 Bereiche einteilen:
- Gewinner – viele Klicks und Conversions
- Loser – viele Klicks und keine Conversions
- Medium – wenig Klicks, wenig Daten
Beginnt am besten damit, die "Loser" zu optimieren – denn hier entsteht häufig das meiste Potenzial. Was schlecht läuft, könnt ihr nicht verschlechtern.



