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    Tracking

    3 Top Tipps für Google Ads Conversion Actions

    Profilbild von Florens Bach
    11 Min. Lesezeit
    Conversion Action als sekundäres Ziel in Google Ads einstellen

    TL;DR

    Drei Hebel für besseres Conversion Tracking in Google Ads:

    1. Primäre vs. sekundäre Conversion Actions sauber trennen – nur 1 primäres Ziel pro Account.
    2. Enhanced Conversion Tracking aktivieren – zusätzliche Nutzerdaten (Email, PLZ etc.) für präzisere Attribution.
    3. New Customer vs. Returning Customer Tracking einrichten – um Neukunden-Kampagnen gezielt zu identifizieren und zu optimieren.

    In Google Ads gibt es mehrere Möglichkeiten, Conversion Tracking einzurichten. Zusätzlich gibt es über die Conversion Tracking Actions nochmals weitere Einstellungen, um das ganze Setup etwas zu verfeinern.

    Ich möchte hier ein paar Best Practices aus unserem Agentur Alltag teilen, genau diese Google Ads Conversion Actions zu optimieren.

    Für ein besseres Tracking, genauere Daten und dadurch bessere Entscheidungen für euren Ad Account.

    Warum ist Conversion Tracking wichtig?

    Egal ob LeadGen, Onlineshop oder Software-Business. Nahezu jedes Unternehmen macht mittlerweile Performance Marketing über Google Ads – oder sollte es zumindest betreiben.

    Conversion Tracking ist die einzige Entscheidungsgrundlage, ob man bestimmte Kampagnen weiterlaufen lassen sollte oder nicht. Performance Marketing ist schwarz und weiß. Oder sollte es zumindest sein.

    Wenn ihr anhand eures Trackings nicht über Erfolg oder Misserfolg der Kampagnen entscheiden könnt, verbrennt ihr sprichwörtlich Geld.

    Als Google Ads Marketeer MÜSSEN folgende Fragen beantwortet werden können:

    • Welcher Channel funktioniert für unser Business?
    • Wie profitabel sind unsere Kampagnen?
    • Welche Kampagne sollte mehr Budget bekommen, welche weniger?

    Zum Conversion Tracking und sauberen Daten zählen nicht nur Umsätze und Verkäufe, sondern damit einhergehend eine gewisse Bedarfsplanung und Logistik. Verkauft ihr wirklich 20 Rasierer am Tag oder sind das nur Add to Carts?

    Mit sauberem Conversion Tracking gibt es immer einen nächsten Schritt und damit konkreten Verbesserungsansatz für den Account.

    Welche Conversion Tracking Methoden gibt es in Google Ads?

    In Google Ads gibt es üblicherweise 4 Methoden für Conversion Tracking, die weit verbreitet sind:

    1. Direkte Messung über den Google Tag Manager
    2. Import von Conversions aus Google Analytics 4
    3. Mit der Google-Click-ID (GCLID) und deren Import
    4. Google Shopping App via Shopify

    Andere Methoden wie App Conversion Actions und Anruf Tracking sind zwar technisch möglich, finden jedoch seltener Verwendung, auch bei größeren Google Ad Accounts.

    Primäre und Sekundäre Google Ads Conversion Actions

    Neben dem Purchase oder einem Lead könnt ihr auch sekundäre Conversion Actions messen.

    Für Ecommerce sind das zum Beispiel:

    • Warenkörbe (Add to Cart)
    • Besuchte Produktseiten (View Item)
    • Newsletter Anmeldungen

    Für Lead Generation und B2B könnten das sein:

    • Whitepaper-Download
    • Verweildauer im Blog
    • Gebuchte Demos
    • Newsletter Anmeldungen

    Jedes Business hat individuelle Ziele und sollte dementsprechend die Datenstrategie aufstellen.

    Nutzer begehen oft den Fehler, alle Events als primär einzustufen. Dies verwässert aber oft die Sauberkeit der Daten. Entscheidet euch am besten für 1 primäres Conversion Ziel.

    Hier seht ihr ein Beispiel für unser Conversion Tracking in einem Account aus der Travel- und Reise-Industrie:

    Primäre Google Ads Conversion Actions für einen Account im Travel-Bereich mit Purchase als Default Goal
    Primäre Google Ads Conversion Actions für einen Google Ads Account im Travel Bereich.

    Wie ihr seht, haben wir die Kategorie "Purchase" mit den Buchungen belegt – als Account Default Goal. Innerhalb dieser Kategorie übergeben wir das Event auf verschiedene Weisen:

    • Website als Conversion Source – direkter Google Tag Manager
    • Booking Completed – GTM Tracking über ein 3rd-Party Tool "Checkfront"
    • Google Analytics 4 als Conversion Source – zusätzlicher Import aus GA4
    Verschiedene Google Ads Conversion Actions im Vergleich: Server-Side vs. GTM vs. GA4 Tracking
    Verschiedene Google Ads Conversion Actions im Vergleich. Server-Side vs. GTM Tracking vs. GA4 Tracking.

    💡 Pro-Tipp: Wählt 1 Kategorie als Account Default. Innerhalb dieser Kategorie solltet ihr genau 1 Conversion Action als Primäres Ziel auswählen. Weitere Tags gerne als Sekundäres Ziel hinzufügen – aber nicht als primär, sonst zählen sie doppelt.

    Einstellung einer Conversion Action als sekundäres Ziel in den Google Ads Conversion Action Optimization Settings
    Conversion Action als Sekundäres Ziel in Google Ads einstellen.

    Ändert dieses Ziel nicht zu häufig, sonst könnte der Algorithmus etwas "Schluckauf" bekommen.

    Enhanced Conversion Tracking in Google Ads

    Was ist Enhanced Conversion Tracking?

    Enhanced Conversion Tracking (erweitertes Conversion Tracking) bedeutet, dass das Conversion Tracking mit zusätzlichen Informationen gefüttert wird. Diese Einstellung findet ihr ganz unten in eurem Primären Tag.

    Enhanced Conversion Tracking Einstellungen in Google Ads mit erweiterten Nutzerdaten
    Enhanced Conversion Tracking in Google Ads.

    Standardmäßige Infos für Google sind:

    • Conversions → Ja / Nein
    • Umsatz
    • Transaction ID
    • Währung

    Beim Enhanced Conversion Tracking werden zusätzliche Informationen wie Email, Postleitzahl, Name und Nachname übergeben.

    Um diese Einstellung sauber zu übertragen, müsst ihr:

    1. Euren Google Tag Manager sauber implementiert haben
    2. Im Tag Manager eine eigene Variable erstellen, die beim Purchase die Nutzerdaten übermittelt
    User Provided Data Variable im Google Tag Manager mit manueller Konfiguration für Enhanced Conversions
    User Provided Data im Google Tag Manager.

    New Customer vs. Returning Customer Tracking

    In Google Ads habt ihr die Möglichkeit, zwischen Neukunden und Wiederkehrenden Kunden zu unterscheiden.

    Warum ist das wichtig? Eine der wichtigsten Kennzahlen für Unternehmen ist die Anzahl an Neukunden. Mit diesem Tracking könnt ihr sehen, welche Kampagnen zu Neukunden beitragen und welche "nur" die Bestandskunden ansprechen.

    New Customer Tracking vs. Returning Customer Tracking Einstellungen in Google Ads
    New Customer Tracking vs. Returning Customer Tracking in Google Ads.

    In der Kampagnenübersicht könnt ihr über eine Custom Spalte dann sehen, in welcher Kampagne Bestandskunden und wo Neukunden generiert werden:

    Google Ads Kampagnenübersicht mit Custom Spalte für Neukunden-Optimierung
    Google Ads Kampagnen auf Neukunden optimieren.

    Auch wenn der Tag erst seit 2–3 Tagen live ist, erkennen wir bereits einige wichtige Punkte:

    • Brand Kampagnen werden von Neukunden und von Bestandskunden angeklickt
    • Der Anteil ist etwa 50% zu 50%
    • Wie verhalten sich die Conversion Rates zwischen Neukunden und Bestandskunden?
    • Wie verhält sich der Average Order Value bei Neukunden?
    • Haben Neukunden einen besseren oder schlechteren ROAS?

    All diese Punkte helfen uns, den Google Ads Account weiter zu optimieren und bessere Kampagnen auszusteuern.

    FAQs zu Google Ads Conversion Actions

    Fazit

    Auch wenn es ein bereits existierendes Conversion Tracking gibt, können mit diesen Tipps die Einstellungen nochmal verfeinert werden.

    Die Conversion Actions dienen dem Feintuning des Google Ads Accounts über Custom Spalten, erweiterten Conversions und Co. Auch in kleinen Datenpunkten kann viel Weisheit stecken, wenn man sie zum richtigen Zweck einsetzen kann.

    Wenn ihr euren Daten aus dem Tracking und den Conversion Actions vertrauen könnt, dann steht euch die Google Ads Welt offen.

    Kleine Optimierungen hier und da über einen langen Zeitraum ergeben einen bis zum Ende durch und durch optimierten Google Ads Account.

    Viel Spaß beim Tracking,

    Florens ✌🏼

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