In Google Ads gibt es mehrere Möglichkeiten, Conversion Tracking einzurichten. Zusätzlich gibt es über die Conversion Tracking Actions nochmals weitere Einstellungen, um das ganze Setup etwas zu verfeinern.
Ich möchte hier ein paar Best Practices aus unserem Agentur Alltag teilen, genau diese Google Ads Conversion Actions zu optimieren.
Für ein besseres Tracking, genauere Daten und dadurch bessere Entscheidungen für euren Ad Account.
Warum ist Conversion Tracking wichtig?
Egal ob LeadGen, Onlineshop oder Software-Business. Nahezu jedes Unternehmen macht mittlerweile Performance Marketing über Google Ads – oder sollte es zumindest betreiben.
Conversion Tracking ist die einzige Entscheidungsgrundlage, ob man bestimmte Kampagnen weiterlaufen lassen sollte oder nicht. Performance Marketing ist schwarz und weiß. Oder sollte es zumindest sein.
Wenn ihr anhand eures Trackings nicht über Erfolg oder Misserfolg der Kampagnen entscheiden könnt, verbrennt ihr sprichwörtlich Geld.
Als Google Ads Marketeer MÜSSEN folgende Fragen beantwortet werden können:
- Welcher Channel funktioniert für unser Business?
- Wie profitabel sind unsere Kampagnen?
- Welche Kampagne sollte mehr Budget bekommen, welche weniger?
Zum Conversion Tracking und sauberen Daten zählen nicht nur Umsätze und Verkäufe, sondern damit einhergehend eine gewisse Bedarfsplanung und Logistik. Verkauft ihr wirklich 20 Rasierer am Tag oder sind das nur Add to Carts?
Mit sauberem Conversion Tracking gibt es immer einen nächsten Schritt und damit konkreten Verbesserungsansatz für den Account.
Welche Conversion Tracking Methoden gibt es in Google Ads?
In Google Ads gibt es üblicherweise 4 Methoden für Conversion Tracking, die weit verbreitet sind:
- Direkte Messung über den Google Tag Manager
- Import von Conversions aus Google Analytics 4
- Mit der Google-Click-ID (GCLID) und deren Import
- Google Shopping App via Shopify
Andere Methoden wie App Conversion Actions und Anruf Tracking sind zwar technisch möglich, finden jedoch seltener Verwendung, auch bei größeren Google Ad Accounts.
Primäre und Sekundäre Google Ads Conversion Actions
Neben dem Purchase oder einem Lead könnt ihr auch sekundäre Conversion Actions messen.
Für Ecommerce sind das zum Beispiel:
- Warenkörbe (Add to Cart)
- Besuchte Produktseiten (View Item)
- Newsletter Anmeldungen
Für Lead Generation und B2B könnten das sein:
- Whitepaper-Download
- Verweildauer im Blog
- Gebuchte Demos
- Newsletter Anmeldungen
Jedes Business hat individuelle Ziele und sollte dementsprechend die Datenstrategie aufstellen.
Nutzer begehen oft den Fehler, alle Events als primär einzustufen. Dies verwässert aber oft die Sauberkeit der Daten. Entscheidet euch am besten für 1 primäres Conversion Ziel.
Hier seht ihr ein Beispiel für unser Conversion Tracking in einem Account aus der Travel- und Reise-Industrie:

Wie ihr seht, haben wir die Kategorie "Purchase" mit den Buchungen belegt – als Account Default Goal. Innerhalb dieser Kategorie übergeben wir das Event auf verschiedene Weisen:
- Website als Conversion Source – direkter Google Tag Manager
- Booking Completed – GTM Tracking über ein 3rd-Party Tool "Checkfront"
- Google Analytics 4 als Conversion Source – zusätzlicher Import aus GA4

💡 Pro-Tipp: Wählt 1 Kategorie als Account Default. Innerhalb dieser Kategorie solltet ihr genau 1 Conversion Action als Primäres Ziel auswählen. Weitere Tags gerne als Sekundäres Ziel hinzufügen – aber nicht als primär, sonst zählen sie doppelt.

Ändert dieses Ziel nicht zu häufig, sonst könnte der Algorithmus etwas "Schluckauf" bekommen.
Enhanced Conversion Tracking in Google Ads
Was ist Enhanced Conversion Tracking?
Enhanced Conversion Tracking (erweitertes Conversion Tracking) bedeutet, dass das Conversion Tracking mit zusätzlichen Informationen gefüttert wird. Diese Einstellung findet ihr ganz unten in eurem Primären Tag.

Standardmäßige Infos für Google sind:
- Conversions → Ja / Nein
- Umsatz
- Transaction ID
- Währung
Beim Enhanced Conversion Tracking werden zusätzliche Informationen wie Email, Postleitzahl, Name und Nachname übergeben.
Um diese Einstellung sauber zu übertragen, müsst ihr:
- Euren Google Tag Manager sauber implementiert haben
- Im Tag Manager eine eigene Variable erstellen, die beim Purchase die Nutzerdaten übermittelt

New Customer vs. Returning Customer Tracking
In Google Ads habt ihr die Möglichkeit, zwischen Neukunden und Wiederkehrenden Kunden zu unterscheiden.
Warum ist das wichtig? Eine der wichtigsten Kennzahlen für Unternehmen ist die Anzahl an Neukunden. Mit diesem Tracking könnt ihr sehen, welche Kampagnen zu Neukunden beitragen und welche "nur" die Bestandskunden ansprechen.

In der Kampagnenübersicht könnt ihr über eine Custom Spalte dann sehen, in welcher Kampagne Bestandskunden und wo Neukunden generiert werden:

Auch wenn der Tag erst seit 2–3 Tagen live ist, erkennen wir bereits einige wichtige Punkte:
- Brand Kampagnen werden von Neukunden und von Bestandskunden angeklickt
- Der Anteil ist etwa 50% zu 50%
- Wie verhalten sich die Conversion Rates zwischen Neukunden und Bestandskunden?
- Wie verhält sich der Average Order Value bei Neukunden?
- Haben Neukunden einen besseren oder schlechteren ROAS?
All diese Punkte helfen uns, den Google Ads Account weiter zu optimieren und bessere Kampagnen auszusteuern.


