Hohe Google Ads Kosten – wenig Geld.
Wer wenig Budget zur Verfügung hat (unter 1.000 - 3.000€ im Monat) wird sich genau überlegen, wo das Budget einzusetzen sein soll.
Hier sind unsere Top Tipps für die Verwaltung von kleineren Budgets. Vielleicht ist auch für euch ein Quick Win dabei.
1. Verwendet Exact Match Keywords
Google bewegt sich seit vielen Jahren weg von manuellen Gebotsstrategien und hat sogar manche Gebotsstrategien schon verboten / entfernt (z.B. Enhanced CPC Bidding für Shopping Ads und Search Ads).
Aber seien wir mal ehrlich, bei Exact Match Keyword-Varianten ist die Übereinstimmung bei den spezifischen Keywords, für die man ranken möchte, immer am besten. Nicht nur die Passung, sondern auch die Leistung dahinter!
Conversion Kosten bei Exact Match Keywords sind tendenziell wesentlich günstiger zu erhaschen als bei Phrase oder Broad Match.
Vorteile von Exact Match Keywords
- Fokussierung des Budgets – Begrenzt das Targeting auf wirklich wichtige Begriffe
- Meistens günstigere Conversion Kosten durch gezielteren Intent
Wer nur ein paar Hundert € im Monat oder pro Woche zur Verfügung hat, schaut doch mal in euren Ad Account und vergleicht die Kosten pro Conversion von Exact Match vs Phrase Match vs Broad Match Keywords.
Im Google Ads Account könnt ihr bei den konvertierenden Begriffen danach suchen:
Kampagnen → Reports → Suchbegriffe

Oder auch einfach nur welcher Traffic dafür ankommt. Ihr werdet es mir vermutlich danken.
2. Negative Keyword Listen einsetzen
Negative Keywords einzusetzen ist vermutlich keine neue Strategie, aber eine weitaus unterbewertete. Mit dem ganzen Gerede über Automatisierung und KI in Google Ads geht die manuelle Arbeit etwas verloren und Google freut sich darüber, Geld für irrelevante Keywords auszugeben.
Bei der starken Umlenkung auf Broad Match Keywords wird so einiges beworben, wo man vorher wissen könnte, dass es nicht wirklich was bringt.
Die Einstellungen für Negative Keywords könnt ihr pro Kampagne oder auf Account Level erstellen mit Negativen Ausschlusslisten.
Zu erreichen unter Tools → Gemeinsam genutzte Bibliothek → Ausschlusslisten.

Wir verwenden die negativen Keywordlisten auch für große Accounts mit 30+ Kampagnen, weil sie so praktisch und vielseitig einsetzbar sind.
Erstellt euch am besten immer Keyword Listen und fügt diese nicht einzeln pro Kampagne hinzu. Listen halten das ganze organisiert und ermöglichen eine schnelle Anwendung in anderen Kampagnentypen. Dadurch spart man nicht nur Geld, sondern auch nochmal Zeit.
3. Überflüssige Placements in PMax Kampagnen ausschließen
Wer zu Beginn mit einer Performance Max Kampagne starten möchte, der sollte wissen, dass die Kampagne versuchen wird durch die Empfehlungen mehr Assets zu bekommen. Das kann zwar beim Targeting helfen, öffnet aber auch die Chance für viele unnötige Display Placements.
In den Performance Max Kampagnen gibt es jetzt ein Reporting, welche Placements Ads geschalten bekommen haben.

Auch hier könnt ihr sehen, welche Assets und Placements generiert wurden und dafür Ausschlüsse erstellen, ähnlich zu Punkt 2 (Negative Keywordlisten).
4. Targeting ist wichtiger als Conversions
Was sagt er da? Conversions sind nicht so wichtig?
Seien wir auch hier mal ehrlich. Bei kleinen Budgets werden vermutlich nicht viele Verkäufe passieren. Das ganze macht es für Mensch UND Maschine schwieriger tatsächlich für einen Verkauf zu optimieren.
Nicht jeder startet am Anfang mit 50 Conversions pro Woche oder mit 5-10 Conversions pro Tag. Es gibt genügend Keywords, die absolut SICHERSTELLEN, dass der Traffic dafür relevant ist.

Beispiel: "rucksack damen mit laptopfach" – spezifischer geht fast nicht.
Wer dafür gezeigt wird und darauf aussteuern kann, wird sich sicher sein können, seine Werbe-Euros gut einzusetzen. Wenn dann nach 50-100 Klicks keiner die Produkte kauft, wird auch Smart Bidding nicht helfen können.
5. Manuelle Gebote anstatt Smart Bidding
Auch dieser Punkt zahlt auf den Vorteil der manuellen Strategie aus dem vorherigen Punkt ein.
Bei kleinen Budgets ist eine gewisse Stabilität absolut essenziell. Wer von 5 → 0 Conversions am Tag schwanken kann, und das kann passieren, denn 5 Conversions sind nicht viel in der Smart Bidding Welt, ist auf den Umsatz angewiesen.
Googles AI Powerhouse mag für große Budgets gut funktionieren, aber die Targetierung auf manuell bestimmte Keywords kann entscheidend sein.
6. Ad Scheduling einstellen gegen hohe Google Ads Kosten
Für die meisten größeren Accounts (sagen wir ab 10.000€ Google Ads Kosten im Monat) ist es am besten, die Anzeigenplanung der Automatisierung zu überlassen.
Bei kleineren Onlineshops oder Ecommerce Unternehmen mit begrenztem Budget sollte genauer kontrolliert werden, wer Anzeigen sehen kann.
Dies gilt vor allem für Onlineshops, die auch B2B-Händler im Kundenstamm haben. B2C Käufer sind rund um die Uhr am shoppen. B2B Käufer sind aber eher von Montags - Freitags im Geschäft. Verkauft ihr an B2B-Kunden können die Warenkörbe drastisch unterschiedlich sein.
- Maler im B2B Bereich → Warenkörbe über 200€ sind kein Problem
- Maler im B2C Bereich → Brauchen manchmal nur 1 Rolle Klebeband
Auch wer Call-Extensions nutzt sollte die Arbeitszeiten und damit die Budgetplanung im Auge behalten. Der Anzeigenplan kann in Google Ads in jedem Kampagnen-Menü eingestellt werden. Pro Kampagne und Tag.
💡 Pro-Tipp: Teilt eure Anzeigen-Schaltblöcke in 4h-Segmente ein. Dadurch könnt ihr zu den klassischen Stoßzeiten Conversion-Daten vergleichen und weitere Optimierungen machen, um aus wenig Budget mehr rauszuholen.
7. Optimierte Anzeigentexte
Anzeigentexte und Copywriting sind vermutlich das effektivste Mittel, um die richtigen Kunden anzuziehen und die falschen Kunden fernzuhalten.
Wer Bürostühle im High-End-Segment verkauft (>1.000€) der wird vermutlich keinen Studenten mit seinen Ads anziehen wollen, weil die Kaufkraft fehlt.
Wenn also diese Person nach einem "bürostuhl mit rückenlehne" googlet kann der User sich durch einen nicht-passierenden-Klick selbst qualifizieren und ihr euch vor unnötigen Ausgaben schützen. Einfach durch die Kommunikation des Preises in der Anzeige oder Anzeigenerweiterung (Preiserweiterung bei Search Ads).

In jeder Suchanzeige könnt ihr mittlerweile die Vorschau der Textassets sehen und bestimmen, ob es euch gefällt oder Marketing-technisch Sinn macht.
Aber nicht nur Preise und Zahlen funktionieren als selbst-qualifizierende Copy:
- Dynamische Anzeigentitel schreiben für ein besseres Match zum Keyword
- Garantien
- Highlight auf besondere Awards oder Qualität
- Spezielle Features highlighten, die den Painpoints der Kunden entsprechen
Eure elektrischen Rollstühle haben eine lange Batterielaufzeit und Kunden schätzen das? Dann schreibt es in die Anzeige, und nicht, dass es günstig ist. Auch wenn es stimmt, zieht es nicht.
💡 Pro-Tipp: Ihr könnt eure beliebtesten Titel mit der besten CTR auch anpinnen und dadurch für einen bestimmten Anzeigen-Stil sorgen. Das treibt die Klickrate nach oben und verbessert dadurch auch die Klickpreise weil Google die gute CTR als Anzeigenrelevanz interpretiert. Damit zahlt gutes Copywriting direkt auf den Marketing Kanal und die Google Ads Kosten mit ein.



