DSGVO hier, DSGVO da ... sich im Dschungel des Datenschutzes in der modernen Onlinewelt zurechtzufinden stellt mehr als gewollt große Herausforderungen dar.
Insbesondere für die Verwaltung von Cookies, Tracking-Tools und anderer Analytics Software, die bei der Analyse von Website-Daten und Performance Marketing wie Google Ads verwendet werden soll.
Egal, ob ihr den Tag Manager zum ersten mal oder wiederholten mal verwendet – wir zeigen euch in unserem Leitfaden, was es mit dem Google Tag Manager und der DSGVO Verordnung auf sich hat.
Dieser Artikel ist KEINE RECHTLICHE BERATUNG zum Thema Datenschutz. Sondern es sind Fragen, die bei uns im Agentur Alltag immer wieder aufkommen.
Was ist der Google Tag Manager (GTM)?
Im Grunde genommen ist der Google Tag Manager die Verwaltungseinheit für alle Skripte auf der Website. Dazu zählen Trackingskripte von Facebook Ads, Google Ads, Remarketing Tags aller Art sowie custom Integrationen über HTML, JavaScript Variablen für Klaviyo oder andere Email Tools.
Wie ein Aktenordner für die wichtigsten Unterlagen im Büro agiert der Tag Manager als Sammelstelle und Ordnung für alle Skripte und Tags.
Das Tool ist von Google und wird kostenlos zur Verfügung gestellt.

Der Vorteil des Google Tag Managers ist, dass alle Skripte, die normalerweise auf der Website implementiert werden, darin integriert werden können. Das spart oft Zeit, Ressourcen und optimiert den Pagespeed sowie die Präzision von Trackingmaßnahmen.
Sammelt der Google Tag Manager Cookies?
Nein.
Der Google Tag Manager selber sammelt und verwendet KEINE Cookies.
Eine Ausnahme gibt es jedoch: der Preview-Modus (der Debug-Mode für Developer). Diese Cookies werden jedoch NUR für Admins gesetzt – kein Website Besucher kommt damit in Kontakt.
Der Google Tag Manager ist lediglich eine Hülle aus JavaScript. Wenn ihr also die Aussage hört, dass der Google Tag Manager nicht DSGVO konform ist, stimmt das per se nicht.
Jedoch kann es sein, dass innerhalb des GTMs andere Variablen, Trigger und Tags von Drittanbieter-Tools verwendet werden. Beispielsweise Google Analytics 4, Hotjar, Microsoft Advertising und Co.
Es können also nur Tags Cookies setzen und verwalten, die über den GTM eingerichtet werden, nicht aber der GTM selbst!
Der Cookie Consent im Google Tag Manager
Jeder einzelne Tag, der im Google Tag Manager gesetzt wird, muss über die Consent Verwaltung abgedeckt sein. Seit der Einführung des Google Consent Mode V2 haben sich die Einstellungen verschärft und verändert.
Abhängig davon, welche Tags verwendet werden, müssen die Consents pro Tag einzeln gesetzt werden:

Diese 5 Consent Möglichkeiten sind:
- ad_storage
- analytics_storage
- functionality_storage
- personalization_storage
- security_storage
Alle Google Tags (Google Ads und Google Analytics) haben bereits einen eingebauten Consent, der die Grundfunktionalität für den Google Consent Mode V2 abgreift.
Ist der Google Tag Manager Datenschutz konform?
Der Google Tag Manager selbst ist nicht unbedingt konform oder nicht-konform. Es kommt auf die Verwendung der Tags an.
Hier sind einige Skripte, die einen zusätzlichen Consent benötigen:
- Google Ads Conversion Tracking
- Google Ads Remarketing
- Google Analytics
- Facebook Pixel
- Pinterest Pixel
- Twitter Pixel
- Klaviyo Skripte
- Calendly Integrationen
Damit der GTM DSGVO konform verwendet werden kann, sind diese 3 Schritte zu empfehlen:
1. Alle Tags im GTM überprüfen
Überprüft alle Tags in eurem Google Tag Manager Container und haltet sie aktuell. Welche Tags habt ihr? Welche Software fehlt noch?
Der GTM bietet eine große Palette an vorgefertigten Skripten und Templates mit hunderten Tags zur Auswahl.
2. Alte Tags rauswerfen
Schmeißt alle Tags raus, die ihr nicht braucht, die abgelaufen sind oder sonstiges.
Ihr verwendet keine Facebook Ads mehr? Pausiert den Tag oder löscht ihn komplett. Es gibt kein Klaviyo Email Marketing mehr? Löscht die Tags.
Dadurch haltet ihr den GTM sauber und übersichtlich und lauft weniger Gefahr, dass ein Tag unbeobachtet die DSGVO missachtet.
3. Verwendet ein Cookie Tool für den Consent
Keiner kennt sich zu 100% mit allen Cookiebestimmungen aus. Diesen Job übernehmen Consent Management Platforms (CMP).
Unsere Empfehlungen:
- Shopify → Pandectes
- Alle anderen → Cookiebot von Usercentrics
Bei den Einstellungsmöglichkeiten beider Tools habt ihr auch eine Ablehnstatistik im Backend. Diese hat in DACH aktuell einen durchschnittlichen Wert von 40%.

In unserem Beispiel hat der Consent Banner täglich etwa 18.000 Einwilligungen – das entspricht "nur" 60% des gesamten Traffics. 40% der Daten gehen also nicht an die Marketing-Tools zurück.




